Die konsequente Ausrichtung auf die genannten Konzernziele spiegelt sich auch im internen Steuerungssystem der NORMA Group wider, das sowohl auf finanziellen als auch auf nichtfinanziellen Steuerungskennzahlen beruht.

Bedeutende finanzielle Steuerungskennzahlen

Zu den bedeutenden finanziellen Steuerungskennzahlen der NORMA Group zählen die folgenden wert- und wachstumsorientierten Kennzahlen, die unmittelbaren Einfluss auf die Wertschöpfung der NORMA Group haben: Konzernumsatz, bereinigte EBIT-Marge sowie operativer Netto-Cashflow. Diese Kennzahlen münden in den sogenannten NORMA Value Added (NOVA) als zentrale strategische Zielgröße. Anhand dieser Kennzahlen überprüft die NORMA Group kontinuierlich die Erfolge hinsichtlich Wachstum, Profitabilität, Liquidität und Kapitaleffizienz.

Konzernumsatz

Als wachstumsorientiertes Unternehmen misst die NORMA Group der profitablen Steigerung des Umsatzes besondere Bedeutung bei. Dabei strebt der Konzern ein kurz- und mittelfristiges Wachstum über dem Marktdurchschnitt an. Abweichend von den Vorjahren wird seit dem Geschäftsjahr 2024 innerhalb der Prognose eine absolute Bandbreite hinsichtlich des Zielwerts des Konzernumsatzes dargelegt KÜNFTIGE ENTWICKLUNG DER NORMA GROUP

Aufgrund der breiten Marktstruktur im Bereich der Verbindungstechnologie orientiert sich der Vorstand bei der Prognose der erwarteten Umsatzentwicklung an internen Analysen sowie Studien einschlägiger Wirtschaftsforschungsinstitute zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts der jeweiligen Regionen und zu Produktions- und Absatzzahlen der relevanten Kundenindustrien. Darüber hinaus bezieht das Management ausgewählte Frühindikatoren wie das Bestellverhalten der Kunden im Handelsgeschäft (Standardized Joining Technology/SJT = strategische Geschäftseinheiten “Water Management” und “Industry Applications”) sowie den Auftragsbestand im Bereich Engineered Joining Technology (EJT = strategische Geschäftseinheit “Mobility & New Energy”) in seine Prognose mit ein.

Bereinigte EBIT-Marge

Die bereinigte EBIT-Marge, die das bereinigte EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) im Verhältnis zum Umsatz zeigt, gibt Aufschluss über die Profitabilität der Geschäftsaktivitäten und repräsentiert eine wesentliche interne Steuerungs- und Bewertungskennzahl der laufenden operativen Tätigkeit des Konzerns. Darüber hinaus bildet das bereinigte EBIT die Grundlage für die Vergütung des Vorstands sowie die Incentivierungs-Grundlage für außertariflich angestellte Mitarbeiter:innen. Um die Profitabilität des Konzerns auf einem hohen Niveau zu halten, arbeitet die NORMA Group kontinuierlich an der Optimierung ihrer Unternehmensprozesse und -strukturen. Das Unternehmen konzentriert sich dabei vor allem darauf, wesentliche Kostenfaktoren nachhaltig zu reduzieren.

Zum langfristigen Vergleich und für ein besseres Verständnis der Geschäftsentwicklung bereinigt die NORMA Group das operative Ergebnis um bestimmte Aufwendungen Erträge im Zusammenhang mit realisierten M&A Transaktionen. Weitere Informationen dazu finden sich im Abschnitt SONDEREINFLÜSSE

Operativer Netto-Cashflow

Um die finanzielle Unabhängigkeit und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Konzerns aufrechtzuerhalten, orientiert sich die NORMA Group bei der Unternehmenssteuerung auch am operativen Netto-Cashflow. Dieser umfasst die wesentlichen zahlungswirksamen Posten, die von den einzelnen Geschäftseinheiten beeinflusst werden können, und gibt damit darüber Aufschluss, ob sich die NORMA Group aus dem Zahlungsstrom des operativen Geschäfts heraus finanzieren kann. Er wird ausgehend vom bereinigten EBITDA zuzüglich der Veränderungen im Working Capital, abzüglich der Investitionen aus dem operativen Bereich, berechnet. Die wesentlichen Ansatzpunkte zur Verbesserung des operativen Netto-Cashflows liegen damit in der Steigerung des Umsatzes, der Verbesserung des um Sondereffekte bereinigten betrieblichen Ergebnisses (EBITDA) und einer nachhaltigen, wertsteigernden Investitionstätigkeit. Zudem wirkt sich ein konsequentes Management des Working Capitals mit Fokus auf kontinuierliche Optimierung positiv auf den operativen Netto-Cashflow aus.

NORMA Value Added (NOVA)

Ziel der NORMA Group ist es, das von Aktionären und Fremdkapitalgebern zur Verfügung gestellte Kapital so effizient wie möglich einzusetzen, um die langfristig positive Entwicklung des Konzerns zu sichern. Um dies zu steuern, ermittelt die NORMA Group die jährliche Wertsteigerung in Form des sogenannten NORMA Value Added (NOVA). Der NOVA ergibt sich aus dem bereinigten EBIT abzüglich Steuern und der Kapitalkosten. Dabei sind die Kapitalkosten durch den gewichteten Kapitalkostensatz (Weighted Average Cost of Capital, WACC) und das investierte Kapital (Eigenkapital plus Nettoverschuldung) definiert.

Legende

Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).